Shopping Cart and Stars

Spiel mir das Lied vom CMO

Viele setzen ihren Fokus stärker auf die Kundenbindung und -gewinnung über die gesamte Customer Journey. Nur dabei zu sein wird langfristig nicht ausreichen. Mittendrin auch nicht.

It’s very hard to predict when a disruptive technology will emerge – and what impact it will have.“ So ein chinesischer CMO.

In der Makroökonomie hat Joseph Schumpeter die „Schöpferische Zerstörung“ definiert, bei der durch Neukombination von erfolgreichen Produktionsfaktoren alte Strukturen verdrängt oder sogar zerstört werden.

Im angelsächsischen wird dies gerne als „age of disruption“ bezeichnet. Beispiele von Firmen aus der sogenannten Sharing Economy:

ad_banner

Airbnb (5 Jahre alt) vermittelt mit 650.000 Räumen mehr als Hilton (94 Jahre alt) mit 618.000 und ist in doppelt so vielen Ländern vertreten. Bei dem Taxi Gewerbe kam mit Uber ein Mitbewerber, der den Markt dort, wo er sich etabliert, mit einem anderen Geschäftsmodell von Grund auf verändert.

Delivery Hero (Lieferheld) hat mehr Restaurants unter Vertrag als irgendeine Fast-Food-Kette usw.

Service: bei Starbucks können Sie trotz großer Standardisierung in jeder der inzwischen 23.000 Filialen über 87.000 Getränkekombinationen zusammenstellen.

Im Handel wird jedes zweite stationäre Handelsunternehmen innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre aufgeben. 50 Prozent weniger Händler in nur einer Dekade!

Warum?

Das Käuferverhalten ändert sich, der Onlinehandel bietet eine bessere Auswahl, ist schneller, bietet mehr Möglichkeiten der Information und zukünftig eine immer schnellere Lieferung.

Es gibt je Markt meist zwei bis drei Unternehmen, die den Markt dominieren. Die anderen Unternehmen sind in Submärkten oder Nischen führend oder gar nicht.

Hinzu kommt ein höherer Wettbewerb aus anderen Branchen oder Industrien. In einer CMO-Studie befürchten deutlich mehr CMO als zwei Jahre zuvor die Konkurrenz, die aus anderen Branchen zu ihnen kommt.

Hier ist Amazon ein gutes Beispiel: Neben der Optimierung der eigenen Prozesse und der Domäne Handel weitet sich Amazon horizontal und vertikal weiter aus.

Wer hätte das Unternehmen vor fünf Jahren zum Beispiel als Marktplatzanbieter für Drittprodukte gesehen (Platzhirsch eBay), als Anbieter eigener Logistik-Dienstleistungen (Platzhirsch DHL) oder als Anbieter von Cloudlösungen (Platzhirsch IBM)?

Wer in seiner Branche führt und seine Prozesse optimiert, kann dies leichter auf andere Branchen ausdehnen.

Unternehmen wie Amazon, Zalando und weitere Handels­unternehmen sind heute eher Technologiekonzerne als Händler.

Die gute Nachricht für alle anderen Unternehmen ist, dass durch die generelle Verfügbarkeit von technischen Lösungen wie Cognitive Computing die Chancengleichheit wiederhergestellt werden kann.

Technisch führende Lösungen sind jetzt für die meisten Unternehmen nutzbar. Bezogen auf diese Kolumne: für den Onlinehandel genauso wie für den stationären.

Das könnte Sie auch interessieren

0 Kommentare

Dein Kommentar

Möchten Sie uns Ihre Meinung zum Thema sagen?
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.