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Digitale Plattform, was?

[shutterstock.com:200250761, Bloomicon]
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Geschrieben von E-3 Magazin

62 Prozent der deutschen Unternehmen haben noch nichts von digitalen Plattformen gehört. Jedes zweite Unternehmen, das sich mit Plattform-Märkten beschäftigt, hat für das eigene Unternehmen relevante Plattformen entdeckt – und nutzt diese auch.

Die Digitalisierung führt dazu, dass sich auf immer mehr Märkten digitale Plattformen etablieren – doch die meisten deutschen Unternehmen wissen mit dieser Entwicklung immer noch nichts anzufangen.

Mehr als sechs von zehn Geschäftsführern und Vorständen (62 Prozent) geben an, dass sie noch nie von den Begriffen Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkte oder digitale Plattformen gehört haben.

Nur rund jeder Dritte (36 Prozent) kennt einen der Begriffe. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 503 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Vor einem Jahr lag die Bekanntheit digitaler Plattformen auf ähnlichem Niveau.

„Plattformen können bestehende Märkte von Grund auf verändern. Neue Unternehmen aus völlig anderen Branchen können die etablierten Platzhirsche verdrängen, wenn diese die Chancen der Digitalisierung nicht erkennen“

sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Dabei gibt es je nach Unternehmensgröße und Branche deutliche Unterschiede bei der Bekanntheit von digitalen Plattformen.

Während nur 34 Prozent der Topmanager von Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern die Begriffe kennen, sind es bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten 52 Prozent.

Und während die Bekanntheit in der Industrie bei 41 Prozent liegt, sind es im Handel (34 Prozent) und bei Dienstleistern (32 Prozent) deutlich weniger.

Bekannte Beispiele für digitale Plattformen, die sich an Privatkunden richten, sind Airbnb, Amazon, Uber, Ebay oder die App-Stores von Apple und Google.

Auf einer digitalen Plattform kommen die Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen mit möglichen Kunden zusammen. Der Plattform-Betreiber kann von den Anbietern, den Kunden oder von beiden eine Gebühr für jede Transaktion oder ein Entgelt für den Zugang zur Plattform verlangen.

Der Plattform-Betreiber muss selbst keine Waren herstellen oder Dienste anbieten, er betreibt nur einen digitalen Marktplatz. Die Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen erhalten auf der Plattform Zugang zu einer großen Zahl von Kunden. Und die Kunden können an einer Stelle bequem verschiedene Anbieter vergleichen und unter ihnen auswählen.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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