IA4SP Kolumne

Themenkreise – ein Erfolgsmodell hat sich etabliert

Es ist stets eine Herausforderung, eine (ehrenamtliche) Networking-Plattform zu schaffen, die nicht nur konsumiert, sondern aktiv gemeinsam Einschätzungen, Wissen und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Mit den Themenkreisen hat der IA4SP bereits circa 60 Prozent der Mitgliedsunternehmen mobilisiert.

Zum Jahreswechsel war es vier Jahre her, dass sich der IA4SP neu aufgestellt hat. Wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung waren neben den Arbeitskreisen (AK) die Themenkreise (TK), die sich inzwischen als „Tanzboden“ für das Networking zwischen den Mitgliedsunternehmen etabliert haben.

Was zeichnet die TK nun aus?

Im Gegensatz zu den AK, die als Dauereinrichtung eher einen Plenumscharakter haben, geben sich die TK konkrete Arbeitsziele, die in zyklischen Treffen (4 bis 8 Mal/Jahr ggfs. auch als TelKo) in einem Zeitraum von 12 bis 18 Monaten abgearbeitet werden sollten.

Die Ausrichtung an individuellen Zielen ist ein entscheidendes Merkmal. Egal, ob man sich einem Thema mit einem forschenden Ansatz, einem Best-Practice-Ansatz, einem kollaborativen Ansatz oder anders nähern möchte, die Themenkreise bieten hierzu den Rahmen.

IA4SP lässt einen weiten Spielraum, ob diese Ziele quantitativer oder eher qualitativer Natur sind, sukzessive im Jahresverlauf oder erst zum TK-Abschluss, nur intern oder auch mit externen Gästen erreicht werden sollen.

Wichtig ist nur, dass Ziele überhaupt formuliert werden, allen Teilnehmern einen Nutzen bieten und nach Ablauf des Zeitraums kritisch geprüft werden.

Die oft gestellten Fragen

„Wie geht denn wirksames Business-Networking“

bzw.

„Was bringt mir das für meine Karriere, meinem Unternehmen…“

können hier individuell beantwortet werden, da jeder TK-Initiator bzw. jedes TK-Mitglied seine Wünsche und Schwerpunkte einbringen kann.

Bei den vom IA4SP regelmäßig durchgeführten Befragungen wurden als konkrete Nutzeffekte u. a. genannt:

  • In den TK ist es möglich, (Vertriebs-/Entwicklungs-)Partner für ein neues Thema zu finden und gemeinsam neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
  • Es werden Konzepte zur Beraterausbildung entwickelt, neue Beratungsthemen mit SAP „verheiratet“.
  • In den TK finden sich Gleichgesinnte, die dedizierte Anliegen an SAP formulieren.
  • Die TK bieten den idealen Rahmen für den Informationsaustausch und die Diskussion zu aktuellen SAP-Themen und -Entwicklungen.
  • Viele interessante Referenten (die zu einem SAP-Partner allein nicht gekommen wären) könnten für die Sitzungen gewonnen werden.

Last, but not least haben die TK-Initiatoren die Möglichkeit, die Zukunft des IA4SP mitzugestalten. Implizit passiert dies sowieso bereits durch ihre Aktivität im TK, explizit sind sie qua Amt Mitglied des IA4SP-Lenkungskreises, welcher zusammen mit dem Vorstand die Ausrichtung des IA4SP festlegt und so z. B. über neue Angebote, weitere Internationalisierung, neue Events oder Networking-Formate oder auch interne Strukturen diskutiert bzw. diese mitentwickelt.

So ist gewährleistet, dass sich der IA4SP nicht im Kreise dreht, sondern stets agil am Puls der Zeit ist und den Nutzen für die Mitgliedsunternehmen nicht aus dem Blick verliert.

Kennenlernen und Schnupper-Teilnahme an einem Themenkreis – auch als Nichtmitglied – ist jederzeit möglich. Eine Kurzbeschreibung mit Kontaktdaten findet sich auf der IA4SP-Homepage.

Aktuell tagen die TK Digitale Transformation, Hybris, Lizenzmanagement, Industrie 4.0, Lagerlogistik und Public Cloud.

Für die Neuinitiierung von Themenkreisen – welche jederzeit möglich ist – hat sich folgende Vorgehensweise bewährt: Zunächst formuliert der Initiator idealerweise mit ein bis drei Mitstreitern das TK-Thema.

Der Autor, der hier als Mentor agiert, bekommt daraufhin eine Rückmeldung vom IA4SP. Danach schickt dieser eine Beschlussvorlage an den IA4SP-Vorstand (2 bis 3 ppt-Folien).

Nach dem Beschluss im Vorstand (tagt monatlich) ergeht eine Einladung zur konstituierenden Sitzung an alle Miglieder. Bei dieser werden die Ziele des TK festgelegt und ein Sprecher und dessen Stellvertreter gewählt.

Mit der Festlegung der ersten Aktivitäten und der nächsten Termine erfolgt der Übergang in den Arbeitsmodus. Apropos Arbeitsmodus – auch eine öfter gestellte Frage: Einen Aufwand von plus/minus einen Tag/Monat (zzgl. Meetings) sollten Initiatoren einplanen.

Wie man bei den derzeitigen Aktiven erfragen kann, eine gut angelegte Zeitinvestition.

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