MAG 1611 Wirtschaft

SAP – Positive Umsatzbilanz

Geldsegen für Firmenchef
[shutterstock:457607242, Elnur]
Geschrieben von E-3 Magazin

Der SAP geht es gut – aufgrund der nachhaltigen Arbeit der vergangenen 40 Jahre lässt sich in der nachwachsenden Bestandskundschaft immer wieder der On-premise-Lizenzumsatz kräftig erhöhen.

Auf den ersten Blick zeigen die aktuellen Zahlen der SAP für das dritte Quartal wieder einen sehr positiven Trend – offensichtlich macht SAP momentan alles richtig.

„Das SAP-Portfolio findet sehr großen Anklang bei Kunden. Unsere Ergebnisse liegen deshalb über den Erwartungen. Der mit SAP S/4 Hana verbundene Innovationszyklus ist der schnellste in unserer Unternehmensgeschichte und trägt entscheidend zu den guten Ergebnissen aller SAP-Cloud-Lösungen bei. Wir sind ein Wachstumsunternehmen und heben zuversichtlich den Ausblick für das Gesamtjahr an“

SAP konnte im dritten Quartal über 400 S/4-Kunden gewinnen, von denen etwa 40 Prozent Neukunden sind, was ein Erfolg für den Vertrieb, aber eine Niederlage für die Kommunikation ist. Eine Analyse der Bilanzzahlen lässt vermuten, dass die Bestandskunden weiterhin in großem Umfang klassische On-premise-Lizenzen kaufen. Das Interesse für Cloud-Dienste jeder Art (HEC und HCP) scheint gering zu sein. Mit der Hana Cloud Platform (HCP) können Kunden bestehende Funktionalitäten erweitern, Anwendungen für sich schnell wandelnde Geschäftsprozesse mithilfe von Rapid Development Tools entwickeln und diese mit anderen Anwendungen und Deployment-Modellen integrieren.

Die HCP spielt eine große Rolle für die IoT-Revolution (Internet der Dinge), da sie eine Anbindung an eine Vielzahl von Geräten und Maschinen ermöglicht. Mit SAP-IoT-Technologie verbinden Kunden wie der größte italienische Bahnkonzern Trenitalia Transportfahrzeuge und Geräte. Über Sensoren erhalten sie Echtzeitinformationen und können dadurch ihr Anlagen- und Wartungsmanagement von Grund auf neu gestalten.

„Mit Milliarden vernetzter Geräte haben wir die Möglichkeit, gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Veränderungen anzustoßen“

„Wir freuen uns sehr, dass wir Trenitalia beim digitalen Wandel und bei der Optimierung der Geschäftsprozesse unterstützen können. Trenitalia setzt zukunftsweisende Technologien ein, um topaktuelle Einblicke in das operative Unternehmensgeschehen zu erhalten. Das ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Vorteile das Internet der Dinge für das Unternehmen und die Millionen Fahrgäste, die jedes Jahr Trenitalia nutzen, bringt.“

Am Tag vor der gemeinsamen Veranstaltung mit Trenitalia in Rom Ende September hatte SAP bekannt gegeben, dass der Softwarekonzern bis 2020 zwei Milliarden Euro in den Ausbau seines IoT-Portfolios investieren wolle.

Chart fuer Wirtschaft

Rund 2,4 Millionen Unternehmen wickelten in den vergangenen zwölf Monaten Handelsumsätze von über 840 Mrd. US-Dollar über die Ariba-Plattform ab. Mehr als 44 Millionen Endanwender wickeln jährlich ihre Reisebuchungen und Reisekostenabrechnungen mit Concur ab, und SAP-Kunden verwalteten in den vergangenen zwölf Monaten über 2,8 Millionen externe Mitarbeiter in rund 130 Ländern mit der Plattform von Fieldglass. Im dritten Quartal stiegen die Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse (IFRS) um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 769 Mio. Euro.

Die Summe der Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support sowie aus dem Softwaresupport stieg im dritten Quartal 2016 um einen Prozentpunkt und erreichte einen Anteil von 64 Prozent am Gesamtumsatz.

Aber das Betriebsergebnis (IFRS) sank um neun Prozent auf 1,10 Mrd. Euro. Angeblich aufgrund höherer Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme nach dem starken Anstieg des SAP-Aktienkurses im dritten Quartal. Bereits im ersten Quartal gab es ein ähnliches, offensichtlich nicht vorhersehbares Ereignis: Aufgrund höherer Aufwendungen bei externen Dienstleistungen entsprach das Betriebsergebnis nicht dem Plan.

„Im dritten Quartal konnten wir eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik und sehr gute Ergebnisse verzeichnen. Alle Kennzahlen zum Geschäftsausblick tendieren zum oberen Ende der jeweiligen Bandbreite vom Jahresanfang. Diese gute Entwicklung und eine gut gefüllte Auftragspipeline bestätigen uns in der Überzeugung, dass wir das Jahr wieder mit einem starken vierten Quartal abschließen werden.“

Was in diesem Fall die SAP-Partner erfreute, werden doch viele Mannstunden an Support und Entwicklung von SAP bei ihren Partnern abgerufen, was diesen zu einem soliden Stammgeschäft verhilft. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) konnte jedoch mit den selbst definierten Parametern noch um ein Prozent auf 1,64 Mrd. Euro steigen. Das Ergebnis je Aktie (IFRS) sank damit um 19 Prozent auf 0,61 Euro. Dieser Rückgang war zurückzuführen auf niedrigere sonstige Erträge und ein geringeres Finanzergebnis.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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