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Digitale Agenda der CIOs

Technologien wie Big Data, Cloud und immer schnellere IT-Systeme sowie der Preisverfall für Hardware und Speicherplatz befeuern die digitale Transformation zu digitalen Geschäftsmodellen. Jedoch befinden sich die meisten Unternehmen erst am Beginn.

Die Digitalisierung der Gesellschaft ist eine der zentralen Herausforderungen, denen sich Unternehmen derzeit und in den nächsten Jahren stellen müssen.

Studien von Lünendonk zeigen aber, dass der Großteil der CIOs den Grad der Digitalisierung ihrer Unternehmen aktuell noch als mittelmäßig einschätzt.

In den kommenden zwei Jahren soll die digitale Transformation jedoch laut den Planungen der CIOs bereits so weit fortgeschritten sein, dass ein deutlich höherer Digitalisierungsgrad erreicht ist.

Dieser geplante Anstieg führt unweigerlich zu Veränderungs- und Anpassungsprojekten an den Geschäfts- und IT-Prozessen. Aber auch die Unternehmensstrategien verändern sich und es entstehen neue Möglichkeiten, Produkte und Dienstleistungen zu digitalisieren und über digitale Kanäle zu vermarkten sowie Kunden an das Unternehmen zu binden.

Darüber hinaus werden Industrie 4.0 und Internet der Dinge den Produktions- und Logistikprozess und die Art der Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten in der Industrie radikal revolutionieren.

Ebenso bauen viele Unternehmen aus allen Branchen ihre Vermarktungsstrategien derzeit so um, dass sie über diverse Kanäle (Internet, mobile Endgeräte, Store, Call Center etc.), die auch miteinander vernetzt sind, ihre Kunden und Lieferanten an die Unternehmensprozesse anbinden und damit das sogenannte „Kundenerlebnis“ verbessern.

Die Unternehmen investieren in der Konsequenz mehrheitlich in ihren digitalen Wandel und erhöhen gleichzeitig den Wertschöpfungsanteil der IT.

Lünendonk Studie

Laut aktueller Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ setzen sie einen besonderen Fokus auf die „Modernisierung der bestehenden IT-Systeme zur Integration digitaler Lösungen“.

74 Prozent der befragten IT-Entscheider planen „sehr viele“ und „viele“ Projekte in diesem Bereich.

In einem engen Zusammenhang dazu stehen Projekte zur „Standardisierung und Konsolidierung der IT-Landschaft“. Während ein Viertel der Befragten hier „sehr viele Projekte“ plant, gehen weitere 27 Prozent von „vielen“ Projekten aus.
In diesen beiden Kategorien geht es inhaltlich sehr stark um die „digital readiness“, also die Fähigkeit, digitale Produkte und Services in die bestehende IT-Umgebung einzubinden.

Wie wichtig diese Modernisierungsprojekte für den Geschäftserfolg der Anwenderunternehmen sind, wird daran deutlich, dass 23 Prozent der untersuchten Unternehmen „sehr viele Projekte“ zur Integration digitaler Lösungen in die bestehenden IT-Systeme planen.

Weitere 31 Prozent planen immerhin noch „viele“ Projekte.

Diese Entwicklung führt zu einer ganzen Reihe an parallel laufenden Großprojekten und einer entsprechend hohen Komplexität in der Projektumsetzung für die beteiligten Fachbereiche und die IT.

Ebenso steigen die Anforderungen an eine leistungsfähige Projektorganisation sowie an entsprechende Steuerungskompetenzen. Dabei gewinnen agile Entwicklungsmethoden an Bedeutung beziehungsweise sind bei Innovationsprojekten längst State of the Art.

Eine Umstellung auf agile Umsetzungsmethoden erfordert aus Sicht von 73 Prozent der befragten IT-Entscheider zunächst neue Modelle. Die Ergebnisse lassen weiterhin darauf schließen, dass viele der bisherigen IT-Partner die neuen Methoden nicht beherrschen.

So haben 36 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, „geeignete IT-Dienstleistungspartner zu finden, um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu bewältigen“.

Den Chief Information Officers kommt im Zuge der digitalen Transformation in ihren Unternehmen eine enorm wichtige Rolle zu. Ihr IT-Bereich ist dabei zum einen für die Modernisierung der IT-Systeme und der Geschäftsprozesse verantwortlich, um digitale Lösungen überhaupt unternehmensweit einführen zu können.

Zum anderen obliegt ihnen die Verantwortung für die Integration digitaler Lösungen in die IT-Systeme oder auch für die zunehmende Mobilisierung der Geschäftsprozesse.

CIOs bei Board Meetings

Ob der neue Gestaltungsspielraum von allen CIOs bereits angenommen wird respektive ob sie diesen überhaupt von ihrem Topmanagement bekommen, ist in der Praxis noch sehr unterschiedlich. Die aktuelle Lünendonk-Studie kommt jedoch zu dem Schluss, dass sich die Position des CIOs in den untersuchten Unternehmen deutlich verbessert hat.

Charts

Der Bedeutungszuwachs der IT drückt sich auch in der Zusammenarbeit und regelmäßigen Abstimmung zwischen Topmanagement und CIO aus.

Da mittlerweile fast alle Strategiethemen eine mehr oder weniger große Digitalisierungskomponente haben, sind CIOs immer öfter in Strategiemeetings des Topmanagements dabei.

In 19 Prozent der von Lünendonk im Rahmen der Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ befragten Unternehmen werden CIOs „immer“ zu Sitzungen des Topmanagements eingeladen, was ein Indiz für eine hohe Integration der IT-Abteilung in die Wertschöpfungsprozesse dieser Unternehmen darstellt.

Immerhin in 47 Prozent der befragten Anwenderunternehmen werden CIOs „häufig“ zu den Board Meetings hinzugezogen. Die Ergebnisse lassen auf einen Bedeutungszuwachs des CIOs in diesen Unternehmen schließen sowie darauf, dass diese Unternehmen einen hohen Reifegrad bei ihrer digitalen Transformation haben.

Nur in 5 Prozent der befragten Unternehmen werden die CIOs „nie“ zu Board Meetings eingeladen.

Die gestiegene Bedeutung der CIOs als Business-Partner hängt auch mit einer veränderten Wahrnehmung der IT als Wertschöpfungsfaktor und Erfolgsgarant für nachhaltigen Geschäftserfolg in den Vorstandsetagen zusammen. So beobachten knapp zwei Drittel der von Lünendonk befragten IT-Entscheider, dass der Vorstand die IT-Abteilung mittlerweile in einer wertsteigernden Rolle wahrnehme.

Nur 16 Prozent gaben an, dass der Vorstand die IT-Abteilung immer noch eher als einen Kostenfaktor ansieht und nicht in einer gestaltenden Rolle. Die übrigen 22 Prozent gehen davon aus, dass der Vorstand die Rolle der IT zwischen wertsteigernd und kostenorientiert einstuft.

Der Anpassung auf veränderte Kundenbedürfnisse rund um den Bedarf zur Nutzung digitaler Produkte und Services müssen die Unternehmen jedoch mit Investitionen in IT-Technologien begegnen sowie mit einem Umbau ihrer bisherigen und auf die alten Geschäftsmodelle ausgerichteten IT-Prozesse.

Unternehmen, die IT-Investitionen nur als Kosten sehen, werden sich demnach schwertun, den Übergang in das digitale Zeitalter zu schaffen.

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