MAG 1609 SAPanoptikum & Short Facts

SAPanoptikum September 2016

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Geschrieben von E-3 Magazin

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Die Sabotage von Geschäfts- und Produktionsprozessen durch intelligente Schadsoftware, Mangel an Awareness beim Management und Insellösungen machen den Business-Alltag in der IT-Sicherheit nicht einfacher. Es braucht mehr Informationsaustausch und Vertrauen zwischen Unternehmen.

Ransomware als Bedrohung ist hoch aktuell.

„Was viele nicht wissen: Ransomware kann auch ein Ablenkungsmanöver oder Teil einer größeren Kampagne sein. Selbst nach Erfüllung der Forderungen der Erpresser kann nicht garantiert werden, dass im Hintergrund nicht Daten manipuliert werden. Mitunter werden ganze Prozesse manipuliert, ohne dass der Nutzer es merkt.

Die Bedrohungen werden sich weiter in Richtung der Sabotage von Produktionsprozessen und der Gefährdung der Integrität von Produktionssystemen fortsetzen“

prognostiziert Markus Maybaum.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Softwaretechnik und IT-Sicherheit forscht er heute am Fraunhofer-Institut FKIE in der Abteilung Cyber Analysis & Defense und unterstützt als Ambassador die internationale Militärorganisation NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (NATO CCD COE) in Tallinn. Er ist Sprecher beim Strategiegipfel IT & Information Security in Berlin.

Fehlende Awareness und Insellösungen

Der Sicherheitsvorsorge wird auf Ebene der Geschäftsleitung häufig immer noch nicht eine hohe Priorität beigemessen.

„Bevor investiert wird, muss oftmals erst das Kind in den Brunnen gefallen sein“

kritisiert Maybaum.

Problematisch gestaltet sich auch, dass IT-Sicherheitslösungen oft nicht gut aufeinander abgestimmt sind.

„Diese Insellösungen sind nicht miteinander kompatibel. Ziel muss es sein, eine durchgehende Interoperationalität zwischen den IT-Sicherheitslösungen zu schaffen.“

„Auf Multi-Level-Malware lässt sich nur noch mit Netzwerken reagieren. Alles wird gehackt werden, was gehackt werden kann – vorausgesetzt, es lohnt sich.

Die Industrie muss sich überlegen, kooperativer zu werden. Eine eigene DACH-Organisation, die sich intensiv mit den aktuellen Bedrohungen befasst, stellt hier eine Antwort dar“

so Maybaum.

Kernthemen des Strategiegipfels im November sind neben aktuellen Cyberbedrohungen Informationswertbestimmung, Perceived Security, industrielle IT-Sicherheit und die Absicherung der digitalen Transformation.

Im Oktober feiert der M2M Summit sein Zehn-Jahr-Jubiläum Der Akademische Tag, der Networking-Event und Redner wie Brigitte Zypries zählen zu den Highlights.

Von 5. bis 6. Oktober trifft sich die M2M- und IoT-Branche wieder im Congress Center Düsseldorf, um die neusten Entwicklungen im Bereich des digitalen Wandels vorzustellen und zu diskutieren.

Neben Staatssekretärin Brigitte Zypries werfen u. a. Scott Amyx, CEO vom gleichnamigen IoT-Anbieter, und Eric Goodness von Gartner einen Blick in die Zukunft von M2M.

Zum Programm gehören mehr als 40 Präsentationen und Vorträge, Podiumsdiskussionen, der Akademische Tag der M2M Alliance, Guided Tours sowie ein großer Abendevent für Networking.

Zudem haben Start-ups und Investoren die Möglichkeit, mit Elevator Pitches auf sich aufmerksam zu machen. Zu den wichtigsten Themen auf der Veranstaltung werden u. a. internationale Kooperationen, das Internet of Things (IoT), Industrie 4.0, Standardisierung, Data Management und Security gehören. Auch für Anwender bietet der M2M Summit samt angeschlossener Ausstellung eine Fülle an spannenden Themen.

„Wir freuen uns, dass wir so viele renommierte Namen und Experten für den M2M Summit gewinnen konnten“, sagt Andreas Fink, 1. Vorsitzender der M2M Alliance. „Daran zeigt sich, welchen Stellenwert die Veranstaltung im In- und Ausland genießt.“

Nach Düsseldorf machte die Fujitsu World Tour 2016 in Stuttgart ihren zweiten Deutschland-Stopp. Am 21. Juni drehte sich im Internationalen Congress Center alles rund um das Thema digitale Transformation.

Anpfiff

Mehr als 600 Besucher waren gekommen, um mehr über Big-Data- und Cloud-Lösungen, mobile Technologien und Softwarelösungen von SAP zu erfahren. Unter dem Motto „Human Centric Innovation in Action“ erläuterten zahlreiche Keynotes, Expertengespräche sowie die Ausstellung Möglichkeiten, Risiken und Best Practices der Digitalisierung.

Wie schon in Düsseldorf zogen auch in Stuttgart die Redner den Sport zum Vergleich heran. Statt der Formel 1 stand hier der Fußball Pate – zum einen aus gegebenem Anlass, denn die EM war in vollem Gange. Zum anderen aber auch deshalb, weil der populäre Rasensport ebenfalls zahlreiche Parallelen und Anknüpfungspunkte zur digitalen Transformation aufweist.

Selbst abseits von Torlinien- und Referee-Cam: Eine anspruchsvolle Vorbereitung auf ein wichtiges Match wäre heute für Vereine, Trainer und Mannschaften ohne den Einsatz digitaler Mittel kaum noch möglich.

Als „Kronzeuge“ durften die Teilnehmer des Events den ehemaligen Fifa-Schiedsrichter Markus Merk begrüßen, der in seinem Gastvortrag interessante Perspektiven zur Entscheidungsfindung unter Druck erläuterte und deutlich machte, wie sich die entsprechenden Ansätze auch im Berufsalltag anwenden lassen.

Es kommen enorme Anforderungen auf die Unternehmen zu, wenn sie die digitale Transformation in allen ihren Aspekten und Dimensionen zügig Wirklichkeit werden lassen wollen. Das machten sowohl Rolf Werner, Head of Central Europe und Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland, als auch Fujitsu-CTO Joseph Reger in ihren Keynotes deutlich.

Gleichzeitig zeigten die Redner aber auch auf, wie diese Anforderungen gemeistert werden können und was dabei zu beachten ist.

Break-out-Sessions, intensive Hintergrundgespräche und nicht zuletzt der Hyper Connected Van, der zum ersten Mal auf der Ausstellung zu bestaunen war, machten die letzte Station der Fujitsu World Tour in Deutschland zu einer Aneinanderreihung von Highlights.

Im Fokus standen dabei vor allem die Themenbereiche Hybrid IT, Mobilizing the Enterprise, IT Made in Germany, Business Centric Infrastructure, Hana-basierte Lösungen sowie – natürlich – das Internet der Dinge (IoT).

Nicht vergessen wurde auch in Stuttgart die Sicherheitsfrage: Die Besucher konnten Sicherheitslösungen von Fujitsu live ausprobieren, wie zum Beispiel das auf biometrischer Technologie basierende Authentifizierungssystem Fujitsu PalmSecure, das Nutzer anhand der individuellen Venenmustererkennung authentifiziert.

Auch zur Ende-zu-Ende-Sicherheitslösung Fujitsu Surient gab es einiges zu erfahren.

https://e-3.de/partners/fujitsu/

Anlässlich seines 75. Geburtstags am 27. Juli 2016 richteten die wissenschaftlichen Schüler von „Unternehmerprofessor“ August-Wilhelm Scheer an der Universität Saarbrücken ein Festkolloquium zum Thema „Hochschule 4.0“ aus.

Leitln 1609

Fünf Universitätsprofessoren, 30 Fachhochschulprofessoren und über 100 Doktoranden zeigten ihrem wissenschaftlichen Ziehvater und Förderer August-Wilhelm Scheer, der mehrere Tausend Studenten ausgebildet hat, ihren Dank und ihre Anerkennung.

In einer Podiumsdiskussion ging es um die Frage, wie sich Deutschland in der digitalen Welt als Forschungs- und Bildungsland weiterentwickeln kann, um dort die notwendige Spitzenposition einzunehmen, die so wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes ist.

Prof. Scheer, der mit den acht Unternehmen der Scheer Holding mit 1000 Mitarbeitern als Unternehmer international aktiv ist, bringt seine Erfahrung aus Wissenschaft und Wirtschaft ein, um auch die politischen Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Digitalisierung der Bildung mitzugestalten.

Gemeinsam mit Bundesministerin Prof. Johanna Wanka ist er Vorsitzender der IT-Gipfel-Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“. Am Rande des Festkolloquiums äußerte sich Scheer dann zu den Herausforderungen im Bildungsbereich:

„Leider hinken wir in Deutschland hinter anderen vergleichbaren Ländern bezüglich der Digitalisierung unseres Bildungssystems hinterher. Dieses muss grundlegend geändert werden. Die Einsicht dazu wächst.

Stiftungen, einzelne Hochschulen, aber auch die Kultusministerkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben Fahrt aufgenommen. Der IT-Gipfel 2016 kommt mit seinem Schwerpunktthema Bildung genau zum richtigen Zeitpunkt, um der Rakete den richtigen Schub für die digitale Transformation unseres Bildungssystems zu geben.

Es geht nicht darum, Technologie um ihrer selbst willen einzuführen, sondern darum, die großen Fortschritte der digitalen Bildung wie Zeit- und Ortsunabhängigkeit des Lernens sowie die stärkere Individualisierung der Lernformen und Lerninhalte und auch die stärkere Internationalisierung zu nutzen.

Die Nutzung des grenzkostenlosen Angebots von Lerninhalten über das Internet macht Bildung zu einem freien Gut. Es geht deshalb darum, diese wichtigste Ressource, die wir in Deutschland haben, nämlich unsere klugen Menschen und ein funktionierendes Bildungssystem, an die Zukunft anzupassen.

Wir bezeichnen uns gerne als ein Bildungsland, die nächste Stufe wäre dann die digitale Bildungsrepublik Deutschland.“

Diese Idee hatte Scheer bereits 1996, als er mit IMC ein erfolgreiches E-Learning-Unternehmen in Europa gegründet hat. Mit seinen Unternehmen hat der aktive 75-Jährige darüber hinaus nun die Digitalisierung im Visier.

90 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region gehen davon aus, dass sich die Wettbewerbslage im Zuge der Digitalisierung 2020 grundlegend ändert. Doch nicht alle Unternehmen sind darauf vorbreitet.

Digit Agenda 1609

Nur knapp jede zweite Firma in Deutschland hat bereits mit der Planung begonnen und eine digitale Agenda aufgestellt. In der Schweiz sind es 60 Prozent.

Gleichzeitig sehen sich die Unternehmen mit einer Reihe von Hindernissen bei der konkrete Umsetzung konfrontiert. Das Digitalisierungspotenzial des eigenen Hauses zu ermitteln, die Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen oder Aus- und Weiterbildunglücken zu schließen werden als Stolpersteine genannt.

Das sind Ergebnisse der DACH-Studie „Digitale Agenda 2020“ von CSC. In Deutschland stehen für die Umsetzung eine Verbesserung der IT-Plattform (77 Prozent), Investitionen in Aus- und Weiterbildung (76 Prozent) sowie die Verbesserung der Prozesse (74 Prozent) hoch im Kurs.

Bei den Hindernissen, die dem Start mit der digitalen Agenda im Wege stehen, bewegen jedes dritte Unternehmen in der DACH-Region Finanzierungsfragen. In Deutschland beklagt vor allem der Handel Finanzierungslücken.

Darüber hinaus werden Defizite bei der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter erkannt – in Deutschland vor allem in der Industrie. Positiv bewerten die befragten Manager die grundsätzliche Offenheit der Beschäftigten, wenn es um digitale Neuerungen geht.

Allerdings gibt es bei dieser Frage der Unternehmenskultur derzeit noch deutliche Unterschiede in Deutschland (15 Prozent), Österreich (21 Prozent) und der Schweiz (27 Prozent).

Fabrik 2035 1609Die Produktion intelligent zu vernetzen und dadurch Mehrwerte zu generieren – das ist das Ziel vieler Firmen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wissen aber oft nicht, wie sie das Thema angehen sollen.

In der neuen Studie „Industrie 4.0: Entwicklungsfelder für den Mittelstand“ analysiert das Fraunhofer IPA die Hemmnisse und Bedürfnisse von KMU aus technischer Sicht und leitet Entwicklungsfelder ab.

Die Auswertung ergab, dass der Mittelstand in der Inflexibilität seiner IT-Systeme die größte Schwierigkeit sieht, den neuen Marktanforderungen wie z. B. einer stark steigenden Anzahl an Produktvarianten gerecht zu werden.

Weitere Hemmnisse seien die schlechte Planbarkeit, die unklaren Kundenanforderungen und die unzureichend genutzte bzw. nicht integrierte Datenbasis der bestehenden Produktion. Die Befragung zeigte auch, dass mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung von Industrie 4.0 noch unsicher sind.

„Wir stellten fest, dass der Großteil der Firmen Produktions-IT-Systeme nach dem Trial-and-Error-Prinzip auswählt, anstatt eine Gesamtstrategie zu entwickeln oder Lebenszykluskosten zu bilanzieren“

informiert Felix Müller, Projektleiter am Fraunhofer IPA.

Als Grundvoraussetzung zur intelligenten vernetzten Produktion konnte die Digitalisierung des Wertschöpfungssystems identifiziert werden.

„Erst wenn alle relevanten Bestandsmaschinen an ein Informationssystem angebunden sind und eine durchgängige, echtzeitnahe Datenbasis erzeugt werden kann, können weitere Maßnahmen ergriffen werden“

weiß Felix Müller.

Darauf aufbauend ist das Unternehmen in der Lage, die Potenziale weiterer Entwicklungsfelder wie z. B. der automatisierten Fertigung personalisierter Produkte zu heben.

In Heidelberg treffen sich PLM-Experten beim Customer Experience Day am 27. und 28. September.

CustExDay 1609

Die digitale Transformation wdes Produktentstehungsprozesses steht bei vielen Unternehmen auf der Agenda. ILC aus Bexbach demonstriert beim Customer Experience Day am 27.09.2016 in Heidelberg, dem Kundentag des Software- und Beratungshauses, neue Möglichkeiten für eine ganzheitliche Transformation des Produktentstehungsprozesses über PLM- und ERP-Grenzen hinweg.

Vorträge aus der Unternehmenspraxis von  Benteler Automobiltechnik, Diehl Aircabin, Rittal, Sartorius, Mahle Behr, Magna Automotive und Aesculap stehen im Mittelpunkt des Events.

Schwerpunktthemen sind u. a. die Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses, Produktstruktur- und Variantenmanagement, Änderungsmanagement, Product Master File, Stammdatenmanagement sowie Test- und Validierungsmanagement sowie Live-Demos branchenspezifischer Referenz-Lösungen. Am zweiten Konferenztag „4Pep Live“, am 28.

September und ebenfalls in Heidelberg, wird der durchgängig digitalisierte Produktentstehungsprozess anhand branchenorientierter Lösungen für die Automobilindustrie, die Medizintechnik und den Maschinen-/Anlagenbau demonstriert.

Darüber hinaus stehen den Teilnehmern zahlreiche Demo-Points mit branchenspezifischen Referenz-Lösungen als Anlaufstelle für Live-Demos, Erfahrungsaustausch und Networking zur Verfügung.

Mit dem Partner Prostep zeigt der Veranstalter ILC außerdem Integrationslösungen zwischen der eigenen Lösung 4Pep und gängigen PLM-Systemen wie ENOVIA V6, Teamcenter UA und Windchill.

„Produktentstehungsprozesse können endlich über Systemwelten hinweg abgebildet werden. Ein Quantensprung für eine transparente und effiziente Produktentwicklung“

sagt Oliver Quirmbach, Geschäftsführer von ILC.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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