Die Meinung der SAP-Community MAG 1609 Open Source Kolumne

Gekommen, um zu bleiben: OpenStack

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Geschrieben von E-3 Magazin

Der Hype um die Open-Source-Lösung OpenStack hält ungebrochen an. Diesen Juli hat OpenStack seinen sechsten Geburtstag gefeiert.

Bereits in der Ausgabe vom März diesen Jahres hat Joseph Reger von Fujitsu an dieser Stelle richtig festgestellt:

„Es existiert im Markt ein OpenStack-Optimismus, der begründet ist.“

Dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu und möchte sie nachfolgend gerne weiter untermauern und bekräftigen.

Zwei Drittel der weltweit erfassten OpenStack- Umgebungen befinden sich heute im produktiven Betrieb. Das sind knapp 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr und ein deutliches Zeichen für die Reife von OpenStack.

Darunter finden sich Public-Cloud-Angebote jeder Größe, etwa die auf der vergangenen CeBIT von der Deutschen Telekom auf den Markt geschickte Open Telekom Cloud, gedacht als Konkurrenz zum Platzhirsch Amazon Web Services.

Auch im Private-Cloud-Umfeld werden immer größere Umgebungen in Produktion genutzt. Die Hana Cloud Platform, vermutlich geläufiger unter der Kurzform HPC, läuft ebenfalls auf OpenStack und ist bei den Walldorfern nur eine von vielen Cloud-Umgebungen.

Die SAP, Gold Sponsor der OpenStack Foundation, nutzt die HPC für ihre Vision des Internets der Dinge mit der „Cloud for Industry“ MindSphere von Siemens, die in einer der Keynotes auf dem vergangenen Summit in Austin vorgestellt wurde.

Docker, Rocket & LXD

Ein weiteres aktuelles Thema sind Container-Lösungen wie Docker, Rocket & LXD, um davon nur drei bekanntere Namen aufzuführen. In OpenStack ist die direkte Integration von Docker und LXD mittels Treibern für den Compute Service möglich. Ein weiteres mächtiges Projekt in diesem Zusammenhang ist Magnum, eine Container Orchestration Engine.

Mit dieser Komponente lassen sich Cluster Manager wie Kubernetes, Mesos und Docker Swarm nahtlos einbinden. Somit ist OpenStack in diesem Bereich – im Gegensatz zu anderen Cloud-Lösungen – mit reinem Fokus auf die Infrastruktur, bestens und vor allem zukunftssicher aufgestellt.

Um den Kreis von Virtualisierung über Container zu schließen, hier eine Hypothese für den nächsten Hype: die Bereitstellung von Bare-Metal-Systemen in der Cloud. OpenStack ist in diesem Bereich mit dem Bare-Metal-Service „Ironic“ bestens aufgestellt.

Bei all den technischen Themen sollte man den alles entscheidenden Punkt für den Erfolg einer Cloud, egal welchen Typs, nicht aus den Augen verlieren: den notwendigen Paradigmenwechsel bei der Nutzung der Cloud. Hierauf wird oft leider nur wenig Zeit investiert. Die Community und das Ökosystem rund um OpenStack entwickeln sich hervorragend.

Am zuletzt veröffentlichten Release Mitaka arbeiteten mehr als 2300 Entwickler von knapp 350 verschiedenen Firmen mit. Vor einigen Wochen wurde der Call for Papers für den von 25. bis 28. Oktober in Barcelona stattfindenden OpenStack Summit geschlossen.

Die über 1500 Einreichungen belegen eindrucksvoll das stark ausgeprägte Interesse an einem Wissensaustausch. Die bereits im Juli von B1 Systems veranstalteten Deutschen OpenStack Tage (DOST) in Köln waren mit circa 300 Teilnehmern, ausverkauft und gut besucht.

All die zuvor angeführten Punkte belegen für mich eindeutig den Enthusiasmus und den Optimismus für OpenStack auf dem Markt.

Als B1 Systems wirken wir nun seit mehr als fünf Jahren an OpenStack mit und sind stolz, ein aktiver Teil dieses großen Open-Source-Projekts zu sein.

Bei unseren Kunden sammeln wir positive Erfahrungen mit der Einführung von OpenStack. Durch den hohen Grad der Modularisierung und Standardisierung der einzelnen Projekte und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten lassen sich die Anforderungen unterschiedlichster Kunden effektiv abbilden.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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