Coverstory 1607 MAG 1607

Keine Grenzen für die Digitalisierung

Interview
[shutterstock:448046341, AH86]
Geschrieben von E-3 Magazin

Interview mit Norbert Rotter, Vorstandsvorsitzender der Itelligence AG, über die digitale Transformation, Internet der Dinge und das Verhältnis zu SAP.

Herr Rotter, Sie sind seit dem 1. Juli der neue Vorstandsvorsitzende der Itelligence AG, herzlichen Glückwunsch zu dieser neuen Aufgabe.

Norbert Rotter: Ja, vielen Dank. Ich freue mich sehr darauf, den erfolgreichen Kurs der Itelligence AG in einem so spannenden und von Innovationen geprägten IT-Umfeld fortzuführen.

Vor dem Hintergrund der neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung und das IoT für Unternehmen weltweit schaffen, könnte man das für eine leichte Aufgabe halten.

Ist es das?

Rotter 3Rotter: Ich erwarte ein spürbares Wachstum für die gesamte IT-Beraterbranche und insbesondere im SAP-Umfeld. Mit unserem Ruf als SAP-Pionier und Mittelstandsspezialist stehen wir aber ganz besonders in der Pflicht, Unternehmen auf die Digitalisierungswelle vorzubereiten, als Vordenker und Umsetzer.

Die Rolle der Berater wird immer anspruchsvoller: Eine eher technisch orientierte SAP-Beratung ergänzen wir zunehmend mit einer IT-Prozess- und Strategieberatung. Das ist die Herausforderung für das ganze Unternehmen und mich persönlich.

Wie definieren Sie denn für Itelligence digitale Transformation?

Rotter: Es gibt heute kaum noch technische Hürden oder Grenzen für die Digitalisierung, obwohl das manchem als Ausrede dienen mag, die Themen vor sich herzuschieben. Die einzelnen Elemente sind vorhanden.

Aber die richtige Komposition muss noch abgestimmt werden. Anwenderunternehmen, wie auch wir als Beratungshaus, müssen sich über Abteilungen und Arbeitsbereiche hinaus verzahnen, Skills benennen und zusammenbringen.

Wir brauchen den richtigen Mix an Mitarbeitern und den Mut, neue Wege zu gehen. Das ganze Szenario fasst sich für mich in dieser Sichtweise zusammen: Die IT ist jetzt ein strategisch essentieller Faktor des Unternehmenswachstums geworden und wird in Zukunft noch stärker sein. IT verändert maßgeblich die Geschäftsmodelle.

Wie ergänzen sich SAP und Itelligence gegenüber dem Anwender?

Rotter: SAP zeigt, dass sie durch ihre ­Entwicklungen wirklich neue Perspektiven der Unternehmenssteuerung eröffnet. Auf der Sapphire im Mai in Orlando konnte man einmal mehr die Möglichkeiten des „Board Room of the Future“ sehen.

Wenn Sie als Unternehmen diese Möglichkeiten von SAP wirklich nutzen, sind Sie dem Prinzip der Echtzeitsteuerung wirklich nahe. Auf Basis neuester Technologien stehen Ihnen mit einer einheitlichen Sicht auf sämtliche Geschäftsabläufe und relevante Bereiche aktuelle und historische Daten zur Verfügung und das zum Beispiel während eines Board Meetings.

So lassen sich fundierte Entscheidungen treffen. Das schätze ich sehr.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit von Itelligence und SAP?

Rotter: Als die weltweit größte SAP-Mittelstandsberatung fokussieren und setzen wir auf eine enge und facettenreiche Zusammenarbeit mit SAP. Wir haben ein Team, das sich immer direkt mit den neuen Themen von SAP auseinandersetzt, und wir loten aus, wo wir mit SAP auch neue Themenfelder erschließen.

Und wie konkret?

Rotter: Wir haben zum Beispiel eine der ersten produktiven Hana-Installationen aufgesetzt. Die beiden Pinnacle Awards in diesem Jahr waren für mich die Bestätigung, dass sich diese enge Kooperation wirklich lohnt. Wir leisten den Transfer, die Technologie für Anwenderunternehmen optimal in die Praxis umzusetzen.

Arbeitet Itelligence neben SAP noch mit anderen Unternehmen zusammen?

Rotter: SAP bietet mit ihrem Portfolio eine umfangreiche Basis für IoT, Industrie 4.0, Cloud-Lösungen und alles, was mit der digitalen Transformation zusammenhängt.

S4/ Hana verringert die Komplexität erheblich. Daraus entwickeln wir Speziallösungen, für unsere Kunden. SAP ist mit dem erweiterten und technologisch führenden Produktangebot nachweislich erfolgreich und insbesondere die neuen Cloud-Produkte wachsen überproportional stark.

Was sind die nächsten Schritte? Was erwartet sich Itelligence in Zukunft von SAP?

Rotter: Wir sehen, dass SAP den Weg konsequent geht und dass Hana eine möglichst offene Plattform für digitale Prozesse wird. Anwenderunternehmen erhalten so die Möglichkeit, immer einfacher Applikationen aufzusetzen, um ihre Prozesse passgenau abzubilden, zu optimieren oder zu verändern.

Und weitere Themen?

Rotter: Auch Application Management Services und Cloud Services werden im SAP-Umfeld weiter zulegen. Hier verstärken und erweitern wir gerade unser Angebot, wie die Akquisition der BIT.Group GmbH zeigt.

Für Itelligence ist die BIT ein strategisch wichtiger Baustein zur Ausweitung unserer Dienstleistungen rund um SAP Cloud und Managed Services.

Was ist Ihr Rat an die SAP-Community und Ihre Kunden betreffend einen Beginn und die Umsetzung der digitalen Transformation im Allgemeinen und Industrie 4.0 und IoT im Speziellen?

Rotter: Anfangen und auf starke Partner setzen. Alles alleine geht nicht. Unternehmen müssen sich öffnen und Partnernetzwerke nutzen.Pauls

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

AdvertDie Meinung 2