MAG 1607 Personal

Gegen die Ungleichbehandlung

[shutterstock.com:343048862, Rawpixel.com]
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Geschrieben von E-3 Magazin

SAP erweitert den Funktionsumfang der SuccessFactors HCM Suite um neue Funktionen. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung personeller Vielfalt.

Chancen von Vielfalt und Inklusion nutzen, das ist das ambitionierte Ziel, das sich SAP mit der Erweiterung des Funktionsumfangs von SuccessFactors gestellt hat. Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, Stellenbeschreibungen und Leistungsbeurteilungen auf mögliche Vorurteile hin zu überprüfen und objektiv zu bewerten.

Dabei sollen Techniken wie Textanalyse und maschinelles Lernen zum Einsatz kommen. Personalverantwortliche können dann Änderungen im Sinne der Gleichbehandlung vorschlagen.

Bei den neuen Funktionen handelt es sich um Analysen und Berichte rund um das Thema Vielfalt und Inklusion. Sie helfen Unternehmen, zu ermitteln und zu verfolgen, wo Vorurteile bestehen – bei der Personalbeschaffung, Vergütung, Nachfolgeplanung oder in Managementprozessen.

Außerdem erhalten sie Orientierungshilfe, wie sie gezielte Maßnahmen entwickeln, um Benachteiligung zu vermeiden.

Mike EttlingSAP arbeitet auch an Anwendungen, die benachteiligten Personengruppen helfen sollen, ihre Karriere effektiver zu steuern, sowie an Tools, die Mitarbeiter unterstützen sollen, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen.

Elemente wie Leistungen, Zeitpläne und Verwaltung werden dabei in einen einzigen Prozess integriert.

„Vielfältige Teams sind sehr leistungsstarke Teams“

erklärte Mike Ettling, der als Präsident den Fachbereich HR bei SuccessFactors, einem SAP-Unternehmen, verantwortet.

„Wir suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, wie wir mit innovativer Technologie für das Personalmanagement dazu beitragen können, das Arbeitsleben der Menschen zu verbessern.

Unsere Lösungen für das Human Capital Management (HCM) vereinfachen und standardisieren HR-Prozesse rund um die Welt.

Wir konzentrieren uns darauf, integrierte intelligente Services und Empfehlungen bereitzustellen, damit Ungleichbehandlungen verhindert werden können. Innovationen von heute und morgen sollen Unternehmen helfen, die Chancen einer integrativen Kultur zu erkennen und zu nutzen.

Dank der Innovationen können Personalfachkräfte bewusste Entscheidungen treffen, wenn sie Mitarbeiter anwerben, einstellen und fördern.“

Der Einsatz von Technologien, die dazu dienen, Probleme bei der Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsumfeld zu lösen, ist nicht im gleichen Tempo vorangeschritten wie die digitale Wirtschaft.

Laut einem vom McKinsey Global Institute veröffentlichten Bericht könnte das Bruttoinlandsprodukt weltweit um 12 Billionen US-Dollar höher liegen, wenn Frauen nicht mehr benachteiligt würden.

Angesichts des heutigen Marktes, der von verschärftem Wettbewerb und Fachkräftemangel geprägt ist, sind Vielfalt und Inklusion entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen müssen sämtliche Talente ihrer gesamten Belegschaft nutzen.

Und SAP-SuccessFactors-Lösungen helfen ihnen, gerechte Entscheidungen für alle Mitarbeiter zu treffen – über den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus hinweg.

Anfang des Monats wurde bei SAP eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sogenannte SAP Diversity and Inclu­sion Customer Advisory Group. In Zusammenarbeit mit Kunden und Experten für Vielfalt und Inklusion will SAP ermitteln, wie moderne Technologie genutzt werden kann, um eine Kultur der Vielfalt zu schaffen.

Ein erster Schwerpunkt wird auf der Chancengleichheit von Frauen und Männern liegen. Mehrere globale Kunden aus verschiedenen Branchen werden dazu beitragen, neue SuccessFactors-Produkte und Funktionen zu entwickeln, die der Ungleichbehandlung entgegenwirken.

Zu diesen Unternehmen zählen die Bankengruppe Erste Group Bank AG, der Gewürzhersteller McCormick & Company, der Versicherungskonzern New York Life, die Royal Bank of Canada und Varian Medical Systems.

Geschlechtsspezifische Vorurteile

Geschlechtsspezifische Vorurteile sind der Ausgangspunkt der groß angelegten SAP-Initiative, die später sämtliche Aspekte der Vielfalt und Inklusion umfassen wird. SAP hat erkannt, dass ein ganzheitliches Konzept und der Einsatz von Ressourcen notwendig sind, um konkrete Fortschritte zu machen.

Die neuen SAP-SuccessFactors-Lösungen konzentrieren sich in erster Linie auf die Gleichstellung von Frau und Mann, denn dieses Problem wirkt sich am stärksten auf den weltweiten Arbeitsmarkt aus.

Und viele der Anwendungen, die die Abschaffung geschlechtsspezifischer Vorurteile unterstützen, können zukünftig auch für andere Aspekte wie ethnische Herkunft, Alter und sexuelle Orientierung verwendet werden.

Über den aktuellen Stand der Umsetzung der Initiative wird SAP auf der Messe SuccessConnect informieren, die von 29. bis 31. August 2016 in Las Vegas stattfindet.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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