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IT-Spezialisten bleiben wegen Kollegen

[shutterstock.com:594117590, g-stockstudio]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Die Bereitschaft, den Job zu wechseln, ist 2016 leicht gesunken. Viele Freelancer sind kurzfristig ­verfügbar, aber weniger mobil als Angestellte.

Für Technologie-Spezialisten ist das Team mit Abstand der wichtigste Grund, bei einem Arbeit- oder Auftraggeber zu bleiben. Das ergab der aktuelle Job Market Report von Dice, der Online-Karriereseite für Technologieberufe.

Befragt wurden 323 Technologie-Spezialisten aus Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl bei Angestellten als auch bei Freelancern die Bereitschaft, den Job oder das Projekt zu wechseln, im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.

Wenn eine Veränderung ansteht, ist es am wichtigsten, herausfordernde und interessante Aufgaben und ein gutes Gehalt zu bekommen. Für mehr Geld würden viele auch umziehen, allen voran Angestellte.

Nicht die Höhe der Bezahlung, sondern das Team ist der wichtigste Faktor, beim derzeitigen Arbeit- und Auftraggeber zu bleiben. Das gilt nicht nur für 43 Prozent der Angestellten, sondern überraschenderweise auch für 39 Prozent der freien Berater.

Bei der Entscheidung zu wechseln spielt bei Letzteren die Bezahlung allerdings eine größere Rolle als bei Angestellten, darüber hinaus würden sie auch häufiger abspringen, wenn sich die Geschäfte des Auftraggebers negativ entwickeln. Angestellte achten demgegenüber mehr darauf, wie viel in die IT-Abteilung investiert wird.

Jamie Bowler 1606 H

Wechselbereitschaft leicht zurückgegangen

Sowohl weniger Angestellte als auch weniger freie Berater wollen innerhalb der nächsten sechs Monate den Job wechseln: Während im vergangenen Jahr noch 36 Prozent der Angestellten und 74 Prozent der Freelancer einen Positionswechsel innerhalb eines halben Jahres planten, sind es in diesem Jahr 33 Prozent der Angestellten und 64 Prozent der freien Berater.

Die Anzahl der Freelancer, die sofort etwas Neues suchen, ist allerdings sprunghaft von 18 auf 38 Prozent gestiegen. Das kann verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise das Auslaufen mehrjähriger Projekte, vermehrte Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Auftrag oder es kann auch der Tatsache geschuldet sein, dass sich jetzt viele Freelancer erst dann um ein neues Projekt bemühen, wenn das alte kurz vor dem Abschluss steht.

Für Auftraggeber signalisiert der Anstieg, dass sie im Moment gute Chancen haben, Freelancer zu verpflichten, wenn sie attraktive Konditionen bieten.

Beim Standortwechsel sind Angestellte allerdings flexibler als Freiberufler: Während 14 Prozent der Angestellten nicht berufsbedingt umziehen würden, sind es unter den freien Beratern 17 Prozent.

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