Coverstory 1606 MAG 1606

IT Operations Intelligence

Interview
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Geschrieben von E-3 Magazin

IT Operations Intelligence hilft, den Hana-Einsatz nachhaltig zu optimieren. Erläuterungen dazu von Gregor Stöckler, dem Geschäftsführer von Datavard, im E3 Interview.

Gregor Stoeckler DatavardDatavard forciert IT Operations Intelligence mit einer gleichnamigen Lösung speziell für Hana. Was verbirgt sich dahinter?

Gregor Stöckler: Die Zielsetzung ist, dass man aus Hana-Nutzungsdaten eine Intelligenz gewinnt oder ableitet. Sie bietet wirkungsvolle Unterstützung bei der Optimierung des SAP-Betriebs und hilft, ­Hana-Systeme kosteneffektiver zu nutzen.

Was heißt das konkret?

Stöckler: IT-Leiter oder IT-Operations-Verantwortliche erhalten genaue Fakten darüber, welche SAP-Daten und -Anwendungen User wie und überhaupt verwenden. Zur Optimierung der Infrastrukturkosten ist das von großer Relevanz.

Mit Hana will man wichtige Daten möglichst maximal beschleunigen. Es gibt ein permanentes Datenwachstum, das zu bevorraten ist oder auch nicht. Also, welche Daten sind wichtig, welche die richtigen.

Es stellt sich die Frage nach dem kosten­optimalen Datenspeicherort: auf einem Hana-System, in einem Archivierungs- oder einem Nearline-System?

Stöckler: Korrekt, das ist sicher einer der wichtigsten Anwendungsfälle. Das Große dieser Technologie ist, dass sie erlaubt, Archivierung und Datenverlagerung zu automatisieren. Ferner kann man diese Intelligenz für vollautomatisierte Regressionstests heranziehen, um echtes Benutzerverhalten zu simulieren.

Wie stellt sich die Implementierung von IT Operations Analytics dar?

Stöckler: Eingesetzt werden intelligente Agenten, die im System laufen und Daten abgreifen und sammeln. Aktiviert und eingespielt werden diese mittels eines Transportauftrags in das SAP-Produktivsystem. Dort wird dann letztlich die Intelligenz erzeugt, die in Test- und Entwicklungssystemen genutzt wird.

In der Regel werden die Agenten anonymisiert, aggregiert und in einem BI-System aufbereitet. Der Datenzugriff erfolgt über ein mit Fiori entwickeltes Frontend. Bei unserer Lösung ist es nicht notwendig, separate Hardware und Software zu installieren.

Gibt es zu IT Operations Intelligence eine Kosten-Nutzen-Analyse?

Stöckler: Für die verschiedenen Einsatz- oder Anwendungsfälle von IT Operations Intelligence stellen wir Referenzbeispiele zur Verfügung. Mit der Lösung identifizierten wir z. B. bei einer Bank rund 140 Berichte, die ca. 500 Mal am Tag aufgerufen wurden.

Jedes Mal dauerte die Laufzeit ca. eine Minute oder mehr. Hochgerechnet kommt man dann auf eine hohe unproduktive Arbeitszeit – jeden Tag. Wir konnten diese Zeit drastisch minimieren.

Welche SAP-Kundengruppen adressieren Sie mit IT Operations Intelligence?

Stöckler: Wir sprechen vor allem SAP-Kunden mit einem System von zwei TB und mehr an oder mit einer komplexeren Systemlandschaft, mit mehr als einem gleichartigen SAP-System.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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