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Tipps für die richtige Backup-Strategie

2016
Geschrieben von E-3 Magazin

Es gibt keine Entschuldigung für schlechte oder nicht vorhandene Backups. Ebenso kein Pardon für fehlende Restore-Prozesse, siehe auch E-3 Coverstory März dieses Jahres.

Aufgrund der aktuellen Gefährdungen durch Erpressungs-Trojanern hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) seinen seit Februar laufenden, kostenfreien Onlinekurs zum Thema Sicherheit aktualisiert. Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel gibt in einem Zusatzvideo Tipps zum Schutz vor Erpressungs-Trojaner.

Die verlässlichste Abwehr ist momentan wahrscheinlich eine perfekte Datensicherung, die abgesetzt und logisch sowie räumlich vom befallenen System getrennt ist. Drei Tipps für eine richtige Backup-Strategie hat Herbert Bild, Senior Solutions Marketing Manager EMEA bei NetApp, zusammengestellt:

SnapShots und Incremental Forever statt klassischer Backup: Mit klassischen Backup-Methoden lassen sich die heutigen Datenmengen nicht mehr auf eine Art und Weise sichern, die es ermöglicht, im Fehlerfall die Daten schnell genug wieder einzuspielen.

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Meist werden dadurch die operativen Geschäftsprozesse stundenlang unterbrochen. Trotzdem erfolgt die Datensicherung oftmals noch auf Bandlaufwerke oder mit einem herkömmlichen Backup-Schema, welches täglich die zum Vortag veränderten Daten sichert (inkrementelles Backup) und wöchentlich bzw. monatlich Komplett-Backups durchführt.

Doch dieses Konzept funktioniert bei den großen Datenmengen und den Echtzeit-Prozessen in vielen Unternehmen schlichtweg nicht mehr. Daher werden heute SnapShot-basierte Methoden zur kontinuierlichen Datensicherung aufgesetzt. Hierbei werden operative Daten in sehr kurzen Abständen auf Festplattenspeicher und idealerweise auch in die Cloud kopiert.

Sicherheit per Mausklick – Backup-as-a-Service: Wie ein Konzept für die Datensicherung mit der Cloud unter Berücksichtigung der deutschen Datenschutzvorschriften aussehen kann, zeigt NetApp mit der Lösung Backup-as-a-Service (BaaS).

Diese Dienstleistung für große und mittelständische Unternehmen setzt auf Service-Provider mit Rechenzentren in Deutschland. Gemeinsam mit diesen durch NetApp autorisierten Service-Providern erhalten Kunden einen Dienst, um Daten in die Cloud auszulagern und so die komplette Datensicherung als Leistung zu beziehen.

In deutschen Datenhäfen anlegen

Eine sinnvolle Ergänzung zu Online-Backups in der Cloud sind Cloud Storage Gateways. Diese als physikalische oder virtuelle Appliance verfügbaren Systeme übertragen alle Backup-relevanten Daten ohne Belastung der Produktivsysteme an Cloud-Provider.

Bei der Auswahl der Gateways sollten Entscheider darauf achten, dass diese mit den gängigen Backup-Anwendungen und allen wichtigen Anbietern von Public Clouds sowie lokalen Service-Providern funktionieren.

Idealerweise ermöglicht die Lösung ähnliche Zugriffe wie bei einem Netzlaufwerk: Protokolle wie CIFS (Common Internet File System) und NFS (Network File System) bilden die Basis dafür, dass die IT bestehende Abläufe und Software für die Datensicherung direkt weiterverwenden kann.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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