Die Meinung der SAP-Community E-Commerce Kolumne MAG 1604

Liebling, ich habe die Preise geschrumpft

Shopping Cart and Stars
Geschrieben von Michael Kramer, IBM

Individuelle Preisanpassung ist ein probates Mittel für Händler mit hohem Transaktionsvolumen und einem dynamischen Preisumfeld.

Lösungen zur Preisanpassung in Echtzeit sind je nach Hersteller als Cloudlösung durchgängig verfügbar sowie einfach einzuführen und zu aktualisieren.

Haben Sie auch manchmal den Eindruck, dass die Preise steigen, wenn Sie sich (endlich) für den Kauf eines Produktes entschieden haben? Psychologen können Ihnen das mit der empfindlicheren Wahrnehmung von Preissteigerungen erklären.

Es kann auch sein, dass Sie es mit einem Anbieter zu tun haben, der die Preise seiner Waren dynamisch verändert. Kunden wie Amazon reden offen darüber.

„Wenn wir das Gefühl haben, es entwickelt sich für den Kunden ein neuer Marktpreis, und das kann bei manchen Produkten mehrmals am Tag sein, reagieren wir darauf“

sagte Ralf Kleber, Deutschland-Chef von Amazon, der Rheinischen Post.

Dynamisches oder auch intelligentes Pricing hilft Anbietern, mit ihrer Preisgestaltung konkurrenzfähig zu bleiben. Marktpreise kommen von der Beobachtung der Mitbewerber, von Preisagenturen oder können auch von internen Faktoren wie Bestandsgröße oder einem geänderten Einkaufspreis beeinflusst werden.

Je nach Zielsegment können auch Erfahrungen oder Faktoren wie Wetter, Wochentag, Urlaubszeit usw. eingepreist werden. Wenn die Daten von Online Stores und dem Fachhandel vorliegen, werden auch diese Informationen verwendet.

Heute wird diese Preisfindung fast ausschließlich für Online Stores verwendet, da sie damit in Echtzeit ihre Preise anpassen können. Mit der zunehmenden Verbreitung von elektronischen Labels im Einzelhandel sind auch diese integrierbar.

Nicht nur die Preise ändern sich, sondern auch die Regeln, die die eigenen Preise beeinflussen sollen. Egal welche Lösung ein Kunde nutzt, ist daher die Anpassbarkeit der Regeln durch den Kunden selbst wichtig.

Lösungen wie das IBM Dynamic Pricing arbeiten herstellerunabhängig. Sie lassen sich auch mit anderen Commerce-Lösungen integrieren. Als Cloud-Lösung geht dies dazu mit geringem Aufwand.

Es gibt das Gerücht, dass Anbieter dann einen höheren Preis anzeigen, wenn die Anfrage von Apple-Geräten kommt. Die Identifikation ist technisch einfach möglich, die Umsetzung auch.

Allerdings bestreitet Herr Kleber von Amazon, dass sein Unternehmen das macht. Wahr ist allerdings, dass Kunden, die von modernen und teuren Devices auf Webseiten zugreifen, wenn sie kaufen, dann auch größere Umsätze tätigen.

Dann werden zwar nicht die Preise geschrumpft, aber die Umsätze erhöht.

Über den Autor

Michael Kramer, IBM

Michael Kramer ist Channel Sales Leader DACH bei Cognitive Engagement Solutions - Watson Commerce & Marketing.

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