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Mehr bezahlen für Nichtgenutztes?

2015 xxx
Geschrieben von E-3 Magazin

Der weltweit führende Hersteller von Hightech-Funktionsmaterialien Sympatex bezieht SAP-Wartungsleistungen für den ERP-Einsatz vom Drittanbieter Rimini Street. E-3 sprach mit CIO Hasso Ercelebi über die Gründe, dem Herstellersupport den Rücken zu kehren und auf Rimini Street zu setzen, sowie über die gemachten Erfahrungen mit dem global agierenden SAP-Drittwartungsanbieter.

E-3: Sympatex ist langjähriger SAP-Bestandskunde. Mit welcher Software-Version erfolgte der SAP-Start?

Hasso Ercelebi: In der Sympatex-Gruppe wird SAP bereits seit über 20 Jahren genutzt. Begonnen hatten wir mit SAP R/2. Heute nutzen wir SAP ERP ECC 6.0 unternehmensweit in Verbindung mit einer SAP-typischen Drei-System-Landschaft.

E-3: Können Sie bitte einen groben Überblick zur Anzahl der Anwender und deren Lizenz-User-Typen geben?

Ercelebi: Unsere circa 150 User verteilen sich auf die Nutzertypen „Professional“ und „Limited Professional User“.

E-3: Wann und wie haben Sie das erste Mal von Rimini Street gehört?

Ercelebi: Bereits zu einem Zeitpunkt, als Rimini Street noch gar keine Wartung für SAP-Systeme angeboten hat. Das Geschäftsmodell hat mir damals schon gefallen, wobei ich eher darauf spekuliert habe, dass die Softwarehäuser ihre Margen für die Wartung ihrer ERP-Software zurückschrauben werden.

E-3: Wie erfolgte die Kontaktaufnahme?

Ercelebi: Ich habe meine Kontaktdaten über die Homepage von Rimini Street eingegeben, wobei seinerzeit Rimini Street noch nicht in Deutschland vertreten war. Anschließend erfolgte ein Rückruf aus England.

E-3: Was hat Sie zu Beginn überzeugt, dass Sie Drittwartung in Erwägung ziehen?

Ercelebi: Auslöser war die Bitte an SAP, ein paar von uns dauerhaft nicht genutzte Lizenzen stillzulegen. Die strikte Weigerung und das Beharren darauf, weiterhin für nicht vorhandene User Wartung zu bezahlen, traf auf denselben Zeitpunkt, als SAP ihre Kunden aus dem SAP-Standard-Support in den Enterprise Support drängen wollte. Faktisch bedeutete dies: mehr Kosten für weniger genutzte Leistung. Und für uns stellte sich die Frage, ob SAP noch den richtigen Partner für uns darstellt.

E-3: Was waren die entscheidenden Argumente und wie kam es dann zum Vertragsabschluss?

Ercelebi: Rimini Street war damals im Jahr 2009 die einzige echte Alternative zur regulären SAP-Wartung. Leider gab es praktisch keine Referenzkunden, die längere Erfahrung mit der Drittwartung für ein SAP-System in Deutschland hatten.

Kann Rimini Street nicht nur alle gesetzlichen Änderungen zeitnah abdecken, sondern auch kurzfristig quasi Erste Hilfe leisten, wenn unser Produktivsystem nicht richtig läuft, fragten wir uns. Im Endeffekt war uns das Risiko speziell beim HR-Modul zu groß gewesen, für das die meisten Patches einzuspielen waren.

Wir hatten uns damals dafür entschieden, das Personalwesen aus SAP auszugliedern und alle anderen Module der Drittwartung von Rimini Street anzuvertrauen.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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