MAG 1511

Keine Reise nach Barcelona

Dieses Jahr findet die SAP TechEd in Barcelona statt. Wie jedes Jahr habe ich in Walldorf um eine Akkreditierung gebeten. Zuerst habe ich die Antwort bekommen: „Wir arbeiten daran.“ Dann habe ich nichts mehr gehört und insistiert.

Daraufhin gab es das zu erwartende „Nein“. Damit könnte man die Sache zu den Akten legen.

Ganz so einfach ist es nicht: Frau Nicola Leske, Head of Global Media Relations, persönlich bemühte sich in einer E-Mail an mich, die Verweigerung einer Akkreditierung zu argumentieren.

Leider hat Frau Leske keine Argumente! Sie fügt in ihrem Schreiben aber hinzu, dass dieses „Nein“ auch für zukünftige SAP-Veranstaltungen gilt.

Und dann kam der Satz, der für uns einem Ritterschlag gleicht. Nicht irgendjemand hat diesen Bann ausgesprochen: Es gibt einen Vorstandsbeschluss!

Das ist eine sehr erfreuliche Anerkennung und Auszeichnung. Ob ich ein kostenloses Ticket für die TechEd bekomme, ist von so hoher Relevanz, dass sich der SAP-Vorstand damit befasst?

Frau Nicola Leske hat in ihrer Mail geschrieben:

„Der gesamte SAP-Vorstand trägt diese Entscheidung mit.“

Danke!

Wir werden also wieder gelesen im SAP-Vorstand: Anfang dieses Jahres haben wir eine halbtransparente Paywall aufgezogen und unseren Service auf PDF-Downloads, Tablets und Smartphones erweitert. Es dauerte nicht lange und der erste Anruf aus Walldorf ging ein, wie man denn nun an das gedruckte E-3 Magazin kommen könnte?

Unsere Antwort: kostenpflichtiges Abonnement! Weil offensichtlich kein Budget bei SAP für unsere Bildungsarbeit vorhanden war, gab es bald darauf den zweiten Anruf mit dem gleichen Anliegen.

Wir wollen keine Spielverderber sein und haben somit beschlossen, dass seit September Walldorf inklusive des SAP-Vorstands wieder kostenfrei mit E-3 Magazinen versorgt wird – als Gegenleistung wäre natürlich ein kostenloses TechEd-Barcelona-Ticket eine nette Geste gewesen.

Wir bleiben aber bescheiden:

Die Kenntnisnahme unserer kritischen und konstruktiven Informations- und Bildungsarbeit durch den SAP-Vorstand ist Lohn genug. Der Vorgänger von Frau Leske hat mir ja versichert, dass das E-3 Magazin für SAP den gleichen Stellenwert wie die FAZ hat.

Wie diese Situation auch immer bewertet wird, für mich ist der SAP-Vorstandsbeschluss das Maximum an Anerkennung – mehr kann sich ein Journalist nicht wünschen.

Die offizielle Wahrnehmung unserer Arbeit durch den gesamten SAP-Vorstand wird dem E-3 Magazin in seiner Bildungsarbeit mit und für die SAP-Community enorm helfen.

Es unterstreicht und beweist unsere Unabhängigkeit und Autonomie – es ist ein Adelsprivileg und Ritterschlag.

Entsteht aus der abgesagten Bildungsreise nach Barcelona ein Informationsdefizit? Wahrscheinlich nicht, denn das E-3 Magazin existiert seit über fünfzehn Jahren. Nur ganz zu Beginn und während der kurzen Regentschaft von SAP Senior Vice President Hubertus Külps (Head of Global Communications) hatte das E-3 Magazin freien und finanzierten Zugang zu SAP-Veranstaltungen.

Von Herrn Külps stammt auch der schon öfter zitierte Satz:

„Das E-3 Magazin ist für SAP so wichtig wie die FAZ.“

Durch den aktuellen SAP-Vorstandsbeschluss wird offensichtlich die Bedeutung des E-3 Community-Magazins nochmals bestätigt und vielleicht sogar übertroffen. Ich kann nur sagen:

Danke und fürchtet euch nicht!

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