MAG 1510

Cloud ist angekommen

2015 xxx
Geschrieben von E-3 Archiv

Cloud-Technologie hat die IT-Welt bei vielen Unternehmen bereits verändert. Neben Anwendungen wie CRM gibt es inzwischen eine ganze Reihe von etablierten Angeboten für ERP-Lösungen aus der Cloud.

Kunden entscheiden sich für diesen Weg, um ihre Prozesse mit wenig Aufwand und in vergleichsweise kurzer Zeit nutzen zu können. Beim Cloud-Ansatz teilen sich viele Kunden eine gemeinsame Plattform und Infrastruktur. Daraus ergeben sich Kostenvorteile, die an die Kunden weitergegeben werden. Moderne ERP-Cloud-Lösungen werden kontinuierlich verbessert und erweitert.

Die Kunden erhalten mehrfach pro Jahr automatisch neue Release-Stände. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung ist schlanker gestaltet als die aufwändigen Upgrade-Projekte, die wir von traditionellen On-premise-Installationen kennen.

Die ersten Ansätze für ERP-Lösungen aus der Cloud folgten dem Modell der Standard-ERP-Lösungen (Typ A). Vorgefertigte Prozesse werden unterstützt und sind eingeschränkt konfigurierbar. Diese Lösungen sind wirtschaftlich nur nutzbar, wenn man innerhalb der ausgelieferten Prozesse bleibt.

Andere Anbieter adressieren nur einen Teil der Unternehmensprozesse, z. B. CRM, und haben frühzeitig ihre Technologie als Entwicklungsplattform positioniert (Typ B).

Nur wenige Anbieter sind konsequent den Weg gegangen, ein umfängliches ERP-System zu entwickeln und gleichzeitig eine Plattform für Erweiterungs- und Entwicklungsaufgaben zu schaffen (Typ C).

Um die Möglichkeiten für Prozesserweiterungen bewerten zu können, müssen die Funktionen, um kundenspezifische Prozesse realisieren zu können, betrachtet werden: Dazu zählen das Ergänzen von Standardtransaktionen und Stammdaten mit neuen Feldern, das Hinzufügen von kundenspezifischen Datenstrukturen, das Verknüpfen von neuen Datenstrukturen mit existierenden Datenobjekten und die Anpassung der Oberflächen und Menüstrukturen.

Von Bedeutung in diesem Zusammenhang sind auch die Abbildung der neuen Logik durch eigene Programme, eine flexible Prozessgestaltung (z. B. durch Workflow-Funktionen), offene Schnittstellen mit SOAP und REST und eine ausgereifte Entwicklungsumgebung. Hier unterscheiden sich die Ansätze von Typ A bis C ganz erheblich. Auch bei kundenindividuellen Prozessen kann somit die Flexibilität und Erweiterbarkeit von Cloud-ERP-Lösungen in vollem Umfang genutzt werden.

Der IA4SP-Themenkreis Cloud for Customers bietet für Mitglieder eine Plattform, oben beschriebene Aspekte weiter zu vertiefen und daraus künftige Geschäftsmodelle für Partner zu entwickeln.

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E-3 Archiv

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