industrie4-0 Kolumne

Cloud-festes Fundament

Mit dem Hana Enterprise Cloud Announcement Anfang Mai setzt die SAP ihre Cloud-Strategie weiter konsequent um und forciert zugleich die Hana-Durchdringung. Suse unterfüttert mit einer ausgefeilten Plattform, bei der mehrere Komponenten zum Tragen kommen, die SAP Hana Enterprise Cloud.

Ziel von SAP Hana Enterprise Cloud ist es, die Business Suite, Business Warehouse und innovative Anwendungen auf Hana on the Cloud als Managed Service zur Verfügung zu stellen.

Basis hierfür ist die HanaCloud-Plattform-Architektur, die mehrere technische Bausteine beinhaltet.

Insgesamt drei Suse-Bausteine unterfüttern dabei die Hana Enterprise Cloud. Und zwar SLES for SAP, der Suse Manager sowie die Suse Cloud.

Alle drei Elemente wirken zusammen und übernehmen wichtige Aufgaben.

Im Folgenden ein technischer Blick hinter die Hana-Enterprise-Cloud-Kulissen, die dabei verwendeten Suse-Bausteine betreffend.

Betriebssicherheit im Blick

Die Suse-Cloud-Plattform für Hana ist der Linux Enterprise Server for SAP Applications Priority.

Sie hat die Aufgabe, die Betriebssicherheit des SAP-Systems zu gewährleisten. Die Komponenten, die dabei zum Zuge kommen, sind ein Clusterbaukasten, verlängerte Lebenszyklen der Service Packs, Antivirus, das Betriebssystem, ein Performance-Optimierer sowie eine webbasierte Management-Oberfläche.

Wobei der Supportzugang in SAP Solution Manager sichergestellt ist. Die Einbindung der Hana-Infrastruktur in eine bestehende IT-Landschaft übernimmt der Suse Manager als Management Software.

Sie verwaltet, steuert und provisioniert Hana-Systeme mit einem hohen Automatisierungsgrad. Damit ist es auch möglich, verschiedene Software-Channels einzurichten; oder es lassen sich diverse Staging-Methoden für Rollout-Realisierungen implementieren.

Zudem können hierüber Service Pack Upgrades automatisiert durchgeführt werden.

Neben der technischen Automation ergibt sich für die SAP-Basis noch ein weiterer wichtiger Punkt, dies betrifft die Compliance innerhalb der IT Governance.

Über das Reporting des Suse Managers wird ein revisionssicheres Auditing bereitgestellt. Pluspunkt dabei: Es vereinfacht maßgeblich die Nachweispflicht der SAP-Basis in Sachen IT Governance.

Komplette Plattform

Als weiterer Baustein für einen zusätzlichen Automationsgrad in der SAP Hana Enterprise Cloud eignet sich die Suse Cloud basierend auf Openstack. Mit ihr wird eine Abstraktionsschicht auf Netzwerkebene quasi eingezogen.

Dabei nimmt die Suse Cloud die Hardware-Komponenten eines Netzwerks automatisch in ihr Management auf.

Die erzeugten Hana VMs werden durch die Suse Cloud automatisch generiert, orchestriert, verwaltet und wieder gelöscht.

Das heißt, die Suse Cloud übernimmt das komplette Lifecycle Management einer Hana VM.

Damit liefert Suse nicht mehr, aber auch nicht weniger: eine gesamte SAPHana-Enterprise-Cloud-Plattform.

SAP-Projekt Titanium

Das SAP-Projekt Titanium, das vor etwas mehr als zwei Jahren ins Leben gerufen wurde, erlaubt die Verteilung von SAPSoftware in einem standardisierten virtuellen Appliance-Format in die Public und Private SAP Cloud.

Der innovative Ansatz der Verteilung von SAP-virtuellen Appliances in die Cloud bietet die Möglichkeit, unmittelbar das Potenzial von pre-assemblierten und vorkonfigurierten SAP-Lösungen auszuschöpfen.

Fakt ist: Diesen Mehrwert trägt die Suse-Linux-Plattform mit. Und sie wurde auch als erste Plattform für das Titanium-Projekt verfügbar gemacht.

Es wird spannend

In der SAP Private Cloud ist der Landscape Virtual Manager (LVM) die Schnittstelle für Applikations-Virtualisierung.

Hier besteht ebenfalls eine enge Entwicklungshistorie mit der Suse-Linux-Plattform, auf der der Adaptive-Computing-Ansatz erstmalig entwickelt wurde.

Insgesamt gesehen wird es nun spannend, wie die Ansätze der SAP Hana Enterprise Cloud, des Projekts Titanium mit der SAP Appliance Factory und LVM in Zukunft zusammenwachsen.

Eines kann man schon heute sagen: Die Suse-Linux-Plattform mit SLES for SAP Applications Priority spielt hierbei eine zentrale Rolle.

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