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Tipps: Integration von SAP- und Non-SAP-Lösungen

Unternehmen wollen sich heute nicht mehr an nur einen Software-Anbieter binden, auch nicht an SAP. Sie wollen die Software nutzen, die ihnen die besten Funktionen zu den geringsten Kosten bietet, ganz gleich, ob sie in der Cloud oder auf eigenen Servern (on-premise) läuft.

Das Ergebnis sind differenzierte Software-Landschaften mit verschiedenen Lösungen, die miteinander kommunizieren müssen, wenn sie ihre Stärken addieren sollen.

Gelingt es nicht, die Applikationen schnell und einfach zu integrieren und in immer wieder neue Geschäftsprozesse zu einzubinden, wird der synergetische Gesamtnutzen durch die Komplexität der Integrationsszenarien eliminiert.

Deshalb sollten Unternehmen, statt händisch Eins-zu-eins-Schnittstellen zwischen Non-SAP-Lösungen und SAP zu codieren, ein Werkzeug nutzen, das eine schnelle und codefreie Integration ermöglicht.

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Dies reduziert Komplexität und Risiko heterogener Software-Landschaften, erhöht ihre Flexibilität und Anpassbarkeit und vereinfacht die Pflege, Wartung und Überwachung solcher Best-of-Breed-Infrastrukturen.

Bei der Auswahl der Integrationstechnologie sollten Sie die folgenden zehn Tipps beachten:

 1.    Nutzen Sie eine lose gekoppelte Software-Architektur

Die Programmierung fester Schnittstellen zwischen SAP und Non-SAPApplikationen scheint auf den ersten Blick eine einfache Sache zu sein.

Aber dann beginnen die Probleme: Es entsteht ein unentwirrbarer Software-Komplex, der zu instabilen und risikoreichen Integrationsszenarien führt.

Deshalb sollten Sie eine Technologie wählen, mit der Sie lose gekoppelte Software-Architekturen umsetzen können.

Das erlaubt es Ihnen, verschiedene Infrastruktur– und Topologie-Ansätze wie Naben-Speichen-Konzepte, Enterprise Service Bus oder SOA zu realisieren.

Alle Ihre Inhouse-Lösungen sollten lose gekoppelt statt fest verdrahtet sein. In einem Naben-Speichen-Modell mit einem SAP-System im Zentrum können Sie zum Beispiel einzelne Lösungen austauschen, ohne dass die anderen Applikationen davon betroffen werden.

Fest programmierte Ein-zu-eins-Schnittstellen führen zu Spaghetti-Topologien, mit denen Sie nicht mehr agil auf Änderungen reagieren können.

 2.    Nutzen Sie Standard-Konnektoren

Wenn Sie Standard-Konnektoren statt individuell programmierter Schnittstellen nutzen, vermeiden Sie riskante Programmierprojekte.

Individualprogrammierungen sind immer langwierig und risikoreich. Standard-Konnektoren, die eigens für SAP konzipiert sind und BAPI, RFC, IDOC und Web-Services nutzen, erfüllen die gleichen Aufgaben, ohne den gleichen Aufwand zu verursachen.

In Best-Practice-Beispiele werden regelmäßig Integrationsplattformen eingesetzt, die solche Konnektoren als Standard anbieten.

Schnittstellen werden damit eher konfiguriert als programmiert. Unternehmen können sich so auf die Geschäftsprozesse konzentrieren und müssen sich nicht mehr um die technischen Aspekte der Integration kümmern – allerdings sollten die Integrationsplattform und die Konnektoren von SAP zertifiziert sein.

 3.    Nutzen Sie ein visuelles Business-Prozess- und Integration-Flow-Designtool

Die Kombination von visuellem Geschäftsprozessdesign mit Tools, die die Umsetzung der visuellen Modelle unterstützen, schafft eine gemeinsame Sicht von IT-Managern und IT-Stakeholdern auf die Integrationsverbindungen zwischen SAP und Non-SAP-Lösungen.

Deshalb sollte die genutzte Integrationstechnologie für die Planung und Umsetzung von Integrationslösungen über eine grafische Benutzerschnittstelle verfügen, mit der Sie die Prozesse für Techniker und Nicht-Techniker visualisieren kann.

 4.    Integrationsmodifikationen konfigurieren statt programmieren

Die Welt steht nicht still und die Unternehmenswelt schon gar nicht. Deshalb ändern sich Geschäftsprozesse stetig.

Die IT muss diesen ständigen Wandel durch die hochfrequente Änderung von Geschäftsregeln und technischen Konfigurationen unterstützen.

Wenn eine Integration mit einem Dritt-System wie Salesforce.com hart codiert ist, werden Änderungen schwierig.

Idealerweise erfordern Änderungen im SAP– oder Non-SAP-System wie das Anlegen neuer Datenfelder, Feldnamen, Feldtypen oder Feldgrößen nur wenige Mausklicks, um den Datenaustausch über den Hub anzupassen.

 5.    Nutzen Sie eine Plattform– und Datenbank-unabhängige Integrationstechnologie

Die Softwarelandschaft in den meisten Unternehmen ist heterogen. Integration muss oft ganze Systemwelten verbinden, die bisher isoliert und getrennt gearbeitet haben.

Dies führt zurück zum Konnektoren-Tipp: Die Integrationstechnologie sollte Konnektoren für alle wichtigen Systemwelten bieten, sodass sie Plattform-unabhängig eingesetzt werden kann.

Wählen Sie deshalb eine Plattform, die auch Konnektoren für die neuesten Lösungen anbietet.

Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch für neue Applikationen und Systeme die jeweils notwendigen Konnektoren zur Verfügung gestellt werden.

 6.    Achten Sie auf Erfahrungen mit ähnlichen Geschäfts- und Technologieszenarien

Rechnungsprozesse sind bei vielen Unternehmen ähnlich. In der Regel sind auch dieselben Lösungen involviert.

Deshalb hat eine ausgereifte Integrationstechnologie den Vorteil, dass mit ihr schon viele Geschäftsprozesse umgesetzt wurden, die als Vorbild für eigene Integrationen dienen können.

Man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden. Die Erfahrungen des Integrationsplattformanbieters erlauben es oft, die Quick-Wins zu realisieren, auf die IT– und Linien-Manager angewiesen sind, um sich die Unterstützung des Top-Managements zu sichern.

 7.    Nutzen Sie einen Geschäftsprozess-Monitor

Ein Geschäftsprozess-Monitor als Teil Ihrer Integrationstechnologie erlaubt es Ihnen, die Fehler im täglichen Betrieb zu identifizieren und ihre Beseitigung zu managen.

Deshalb sollten die Datenverbindungen zwischen den Lösungen überwacht werden.

Der Monitor sollte konfigurierbar sein, sodass Sie sich die wichtigsten Informationen in einem Dashboard anzeigen lassen und bestimmen können, welche Daten als Anhang in das Log gehen.

 8.    Automatisierte Dokumentation ist Pflicht

Wenn Ihr Integrationsprojekt nicht ausreichend dokumentiert ist, können projektkritische Informationen verloren gehen, etwa wenn Mitarbeiter in andere Funktionen oder Jobs wechseln.

Gleichzeitig ist Dokumentation ein mühsamer, aufwändiger und Zeit raubender Prozess.

Wenn Ihre Integrationstechnologie selbstdokumentierend ist, sind die Projektmitarbeiter häufiger bereit, aus Geschäfts- und Technikperspektive nützliche Notizen zu ergänzen.

 9.    Achten Sie auf SAP-zertifizierte Integration

Für die Integration von SAP und Non-SAP-Lösungen ist es wichtig, auf SAP-zertifizierte Technologien von etablierten SAP-Partnern zu setzen.

Besonders dann, wenn aus welchen Gründen auch immer ein dringender Support notwendig wird.

 10.    Schauen Sie auf die Erfahrung im SAP-Ecosystem

Zertifizierte Konnektoren sind die eine Sache. Die Etablierung und das Renommee des Technologieanbieters eine andere.

Deshalb sollten Sie sicher sein, dass Ihr Technologiepartner nicht neu im SAP-Ecosystem ist und seine feste Etablierung mit Auszeichnungen und Case Studies nachweisen kann.

Befolgen Sie diese zehn Tipps, wird Integration zu einer alltäglichen Aufgabe, die mit vertretbaren finanziellen und personellen Ressourcen bewältigt werden kann.

Dann und nur dann werden Sie das Potenzial einer Best-of-Breed-Softwarelandschaft mit SAP im Mittelpunkt nutzen können.

 

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