Mister No/Name

Windows 8 hat versagt

Mit Freude habe ich diesen Satz auf Spiegel Online gelesen, wo ein Bericht Microsoft mitverantwortlich für den Absturz des PC-Markts macht. Einer meiner Stellvertreter hat seit Anfang dieses Jahres ein Lenovo-Notebook mit Windows 8 – so viel fluchen habe ich den guten Mann seit Jahren nicht mehr gehört. Was lustig klingt, ist ein ernstes Problem: Windows XP ist am Ende seines Lebenszyklus.

Für das katastrophale Windows 8 wird sich eine Lösung finden.

Wir haben vor vielen Jahren den Client-Support an einen Dienstleister übergeben, mit dem sich eine gute und vertrauensvolle Basis entwickelt hat.

Wenn ich jedoch das Apple Notebook meines Sohnes ansehe, frage ich mich, warum nicht auch Microsoft ein wenig mehr Kontinuität in notwendige Innovationen einbringen kann.

Intensiv beschäftigte ich mich vor etwa fünf Jahren mit der Apple-Plattform – aber noch heute kann ich das MacBook meines Sohnes bedienen und auch mit dem iPad komme ich hinlänglich zu recht.

Das ist nicht trivial, denn ein Betriebssystemwechsel und Update am Client hat immer zwei Seiten: Die eine betrifft unseren Dienstleister hinsichtlich Lizenzen, Organisation und eventuell neuer Hardware; die andere Seite bezieht sich auf unsere Effizienz.

Windows 8 ist für den traditionellen Desktop-Arbeiter kontraproduktiv.

Um die Andersartigkeit dieses Microsoft-Produkts nur annähernd zu verstehen, müssten wir drei Tage Schulung einplanen – was wäre danach besser?

Ja, richtig, diese Diskussion hatten wir schon: technischer Releasewechsel bei R/3! Die Umstellung auf ECC 6.0 kostete viel und der Vorstand fragte, was dadurch besser wird. Nichts!

Aber der Wechsel auf Unicode, ECC 6.0, NetWeaver 7.4 (kommt demnächst) ist zumindest eine sichere Ausgangsbasis für sogenannte Innovationen aus Walldorf. Aber Windows 8 bringt rein gar nichts.

Anderes Thema – Formel 1

Die Formel-1-Saison ist gestartet und zu Beginn gab es einen veritablen Streit über Unternehmenspolitik, Sportlichkeit, Befehlsstruktur, Taktik und Egoismus: Möge der Schnellere gewinnen!

Hana ist schnell und die PAM vom Februar dieses Jahres verspricht Exorbitantes. (PAM, Product Availability Matrix, Anm. d. Red.)

Während ich am Sonntag das Frühstück zubereitete, lief das Autorennen in Malaysia.

Als Landsmann von Sebastian Vettel (Red Bull) und Nico Rosberg (Mercedes AMG) hätte ich mir naturgemäß beide auf der Siegertreppe gewünscht. Vettel hat es geschafft. Rosberg war diszipliniert, blieb hinter dem langsameren Lewis Hamilton auf Platz vier und kassierte Blech.

Ist die Formel 1 ein Sport? Ja, dann möge der Bessere gewinnen!

Offensichtlich zählen manipulierte Siege und lukrative Preisgelder mehr. Niki Lauda, ein Österreicher – wie unser E-3 Chefredakteur – meinte im RTL-Interview, dass die Sportlichkeit mit den taktischen Vorgaben des Rennstalls Makulatur wird.

Wie ist es um die Sportlichkeit der SAP bestellt?

Im HanaHardware-Race wird mit fast allen Mitteln um die Vorherrschaft gekämpft.

Vettel ist ein Risiko eingegangen, hat gezeigt, was er kann, und gewonnen.

Egoistisch, ehrlich und geradlinig – nur so kann man Weltmeister werden. Taktische Spielchen sind nicht seine Sache.

Taktik und Diplomatie sind aber ein wesentlicher Faktor beim Zertifizieren von HanaHardware. Die Server-Hersteller sind wie Formel-1-Rennställe.

Alle müssen mit den gleichen Reifen und ähnlichen Motoren um den Sieg kämpfen.

Beim Hana-Race haben alle denselben Motor von Intel, da fällt eine Differenzierung schon schwer. Und der Konkurrenzdruck wird immer größer.

Jetzt sind es schon zehn Anbieter, die in mein Rechenzentrum wollen. Eine Stallorder von SAP kann hier Verheerendes anrichten.

Ich will echte Sieger, die in der PAM zu finden ist jedoch schwierig.

Ich sprach am Rande der CeBIT mit einem Insider, der sich zwar sportlich gab, aber auch desillusioniert:

SAP ändert fortlaufend die Spielregeln. Wir liefern Server zur Zertifizierung und warten ein paar Wochen, in denen SAP ohne Vorankündigung die Regeln ändert. Was sollen wir tun? Den Server aus der Zertifizierung nehmen oder mit einem nicht mehr adäquaten System antreten und vor dem Mitbewerber als Verlierer dastehen – weil es gibt immer Kollegen, die hören das Gras früher wachsen und liefern die Hardware später.“

Die Sorgen der SAPHanaHardware-Partner sollen nicht meine sein – am Ende des Tages trifft es mich doch, wenn ich auf Einkaufstour gehe und am CeBIT-Messestand der SAP einem Exoten wie Huawei gegenüberstehe.

Ich habe meinen Assistenten vorgeschickt, um eine Visitenkarte abzugeben.

Bis heute haben wir noch keine Reaktion von Huawei – der Firmenname auf seiner Karte sollte jedoch nicht unbekannt sein.

Zum Schluss noch ein Treppenwitz der SAP-Community: V

or einigen Jahren bekam SAP einen neuen CIO. Es war Oliver Bussmann, der von der Allianz aus den USA kam.

Kurze Zeit später hatte SAP einen neuen Global Communications SVP. Es war Hubertus Külps, der von der Allianz aus den USA kam.

Ende des vergangenen Jahres verabschiedete sich Herr Külps Richtung UBS in die Schweiz als Kommunikations- und Marketingverantwortlicher.

Jetzt ist ihm Oliver Bussmann als neuer UBS CIO in die Schweiz gefolgt.

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